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Impfmanagement - Weniger ist mehr

Als verantwortungsvolle Züchter legen wir größten Wert auf die Gesundheit und Langlebigkeit unserer Labradore. Dies beginnt bei einem durchdachten und tiergerechten Impfmanagement, das sich von veralteten, unnötigen Protokollen distanziert. Wir folgen der Empfehlung, Impfungen nicht als Einnahmequelle, sondern als maßgeschneiderten Schutz zu betrachten.

 

Die Empfehlung der STIKO Vet

Die Ständige Impfkommission Veterinär (STIKO Vet) hat ihre Empfehlungen für Hunde in den letzten Jahren klar präzisiert und bestätigt, dass die Überimpfung von Tieren vermieden werden muss. Wir begrüßen diesen Wandel und stellen uns klar gegen unnötige Impfbelastungen.

 

Welpenimpfungen - Schutz statt Belastung

Die herkömmlichen Mehrfachimpfungen im Welpenalter sind oft sinnfrei und unnötig belastend für den jungen Körper:

  • Der Antikörper-Schutz: Solange der Welpe über maternale Antikörper (m.A.) der Mutter geschützt ist, läuft jede Impfung ins Leere und kann sogar schädlich sein, da der Impfstoff von den m.A. neutralisiert wird.
  • Titer-Kontrolle als Basis: Wir führen die erste Titerkontrolle auf Staupe und Parvovirose durch. Eine einzige, gezielte Impfung ist ausreichend, wenn der Titer negativ ist (d.h. die m.A. sind abgebaut).
  • Die kritische Phase: Die STIKO Vet geht davon aus, dass m.A. spätestens in der 16. Lebenswoche abgebaut sind (in seltenen Fällen erst zur 20. Lebenswoche). Die Titerkontrolle vermeidet unnötige Impfungen, während der Welpe noch geschützt ist, und schließt gleichzeitig die Lücke, die bei einer zu frühen Impfung entstehen kann.

Kritische Überprüfung von Non-Core-Impfungen

 

1. Hepatitis (H): Die Impfung gegen Hepatitis wurde inzwischen als Non-Core-Impfung eingestuft, die nur unter bestimmten Umständen sinnvoll ist.

 

2. Parainfluenza (Pi): Die STIKO Vet stuft Parainfluenza als Non-Core ein. Wir sind der Überzeugung, dass diese Impfung oft überflüssig ist. Sie schützt in der Regel nicht vor Ansteckung, sondern soll lediglich den Verlauf mildern. Ob eine Impfung notwendig ist, sollte der Besitzer individuell entscheiden – vor allem, wenn die Impfung durch Hundeschulen, Pensionen oder Ausstellungen vorgeschrieben wird.

 

Die Risiken der Leptospirose-Impfung (L4/L6) – Unser No-Go

Obwohl die STIKO Vet Leptospirose als Core-Impfung einstuft, lehnen wir die derzeit verfügbaren Totimpfstoffe, wie L4/L6, strikt ab. Dies ist ein Punkt, an dem wir keine Kompromisse eingehen:

  • Adjuvantien und Toxizität: Totimpfstoffe benötigen Adjuvantien (wie Aluminiumsalze, Thiomersal oder Formaldehyd), um eine Immunreaktion auszulösen. Diese können schwere Nebenwirkungen verursachen, wie Fibrosarkome, neurologische Ausfälle oder autoimmunhämolytische Anämie (eine verheerende, potenziell tödliche Autoimmunreaktion).
  • Eingeschränkter Schutz: Geimpft wird lediglich gegen 4 bis 6 von über 100 krankmachenden Stämmen. Dies führt oft zu falscher Sicherheit, da geimpfte Tiere dennoch erkranken können.
  • Unsere Empfehlung: Wir bitten neue Besitzer, sich sehr kritisch mit diesem Impfstoff auseinanderzusetzen.

Tollwut (T) – Wann ist sie sinnvoll?

Tollwut ist in Deutschland am Boden als eliminiert eingestuft und gilt selbst laut STIKO Vet als Non-Core-Impfung.

  1. Notwendigkeit: Die Impfung ist nur für Auslandsreisen oder bei bestimmten Veranstaltungen notwendig.
  2. Welpenalter: Welpen sollten frühestens nach dem Zahnwechsel geimpft werden, um das junge Immunsystem zu schützen.